Passivhausbau

Dachkonstruktion mit TJI-TrägernEnergiesparen ist angesichts der steigenden Energiekosten ein Thema mit zunehmender Bedeutung.
37% des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland wird für die Erwärmung unserer Häuser und des Brauchwassers verwendet.
1991 entstand in Darmstadt Kranichstein das erste Passivhaus als Prototyp. Durch die konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses können Gebäude weitestgehend von der Sonne erwärmt werden.
Verbleibt ein Jahresheizwärmebedarf von 15 kWh / (m² a) oder weniger, so spricht man von einem Passivhaus.

Der Begriff Passivhaus beschreibt einen technischen Standard, keinen Gebäudetypen.

 

 

Das Passivhaus erfordert eine sorgfältige, kompetente Planung und stellt hohe Anforderungen an die Ausführung der handwerklichen Arbeiten.

 

Der niedrige Energieverbrauch wird erreicht durch:

  • das Gebäude mit seiner Konstruktion und Materialien
  • die installierte Gerätetechnik
  •  Bewohner und Benutzer mit ihren Verhaltensweisen

 

Die Transmissions- und Lüftungswärmeverluste des Gebäudes werden nahezu vollständig durch kostenlose, passive Energie ausgeglichen.

Dies sind:

  • solare Gewinne durch Fenster und sonstige transparente Flächen
  • Wärmeabgabe von Beleuchtung und elektrischen Geräten
  • Körperwärme der Personen und Tiere im Gebäude

 

Die Funktionsprinzipien werden umgesetzt, indem die Wärmeverluste minimiert werden durch:

  • Passivhaus Schönau (BW)

    den Einbezug der natürlichen Sonneneinstrahlung bei der Gebäudeausrichtung und Grundrissplanung
  • spezielle hohe Wärmedämmung mit großen Dämmstärken und einem günstigen U-Wert
  •  hohe Luftdichtigkeit der Gebäudehülle, welche mit einem Blower-Door-Test überprüft wird
  • Fenster bei denen Glas sowie Rahmen einen hohen Dämmstandard erfüllen
  • eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eventuell einem Erdwärmetauscher.

 

 

Durch eine sorgfältige Ausbildung der Gebäudehülle können haustechnische Installationen reduziert werden.
Die Gebäude haben eine hohe Behaglichkeit und besten Komfort.

 

Zum Vergleich:
Gebäude nach dem Standard vor 1977 haben eine Jahresheizwärmebedarf von 240 - 180 kWh / (m² a), zwischen 1977 und 1995 liegt dieser bei 190 - 130 kWh / (m² a).
Der Höchstwert der ab 1995 geltenden Wärmeschutzverordnung (WSVo 95) beträgt 100 kWh / (m² a), der aktuell geltenden Höchstwert der Energiesparverordnung seit 01.02.2002 (EnEV) wird mit dem Niedrigenergiehaus mit einem Wert von max. 75 kWh / (m² a) erfüllt.